Gewalt- und Straffrei - Absolut-Hund alles unter einem Dach

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Gewalt- und Straffrei

Was bedeutet gewalt- und straffreier Umgang mit dem Hund ?

Die jahrelange Erfahrung im Umgang mit Hunden hat uns gelehrt, dass jegliche Form der Bestrafung des Hundes überflüssig ist. Hier beziehen wir die Verbote über Nein, Aus, Pfui etc. mit ein, denn auch ein Verbot ist eine Art der Bestrafung und nötigt den Hund zur Vermeidung.

Wendet man Verbote an, muss immer eine Konsequenz folgen. Hier bewegt sich der Mensch –oftmals durch Hilflosigkeit- schnell im Bereich der Gewalt. Ein heftiger Leinenruck, ein Runterdrücken, ein gnadenloser Zug am leider noch immer verwendeten Stachelhalsband – oder ein Druck auf das Knöpfchen der Fernbedienung, welcher dem Hund einen Stromschlag oder Spraystoß verpasst. Dies ist nur ein minimaler Bruchteil von dem, was wir Menschen so gegen das Verhalten unserer so sehr geliebten Hunde tun.

Der Straf- und Gewaltformen sind kaum Grenzen gesetzt. Wen interessiert unser mühsam erschaffenes Tierschutzgesetz, wenn es nicht ausreichend von Amtswegen geahndet wird. In diesem Zusammenhang sollte man sich folgenden Passus ins Gedächtnis rufen und einmal in ruhiger Minute darüber nachdenken, wie viele Menschen/Hundehalter gegen genau dieses Gesetz verstoßen:

Erster Abschnitt Grundsatz

"§ 1 Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.

§ 2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

§ 3 Es ist verboten, …
4. ein Tier auszubilden oder zu trainieren, sofern damit erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden für das Tier verbunden sind,…"

Was bedeutet artgerechte Haltung ?

Der Hund ist ein hochsoziales Lebewesen, welches in freier Natur in einem gewachsenen Rudelverband lebt. Die hierarische Struktur eines Rudels strukturiert sich von unten nach oben. In diesem Sinne und nach dem Gesichtspunkt unserer heutigen Haushunde muss diese natürliche Struktur Beachtung in der Mensch/Hund Gemeinschaft finden. Das für den Hund benötigte und hierarchisch gestaltete Rudel ist die menschliche Familie in der er lebt. In der freien Natur werden rudelfremde Artgenossen zumeist als Konkurrenten vertrieben oder gar getötet. In seltenen Fällen wird ein rudelfremdes Tier in die bestehende Gemeinschaft integriert. Das Hundeleben in unserer Zivilisation wird durch den Menschen gesteuert und bringt nicht artgerechte Zusammenkünfte in Form von z.B. „Spielwiesen“ und „Welpenspielgruppen“ mit sich. Unsere Hunde müssen mit „Nachbars Hund“ –rudelfremder Artgenosse- klar kommen. Eine Erwartungshaltung des Menschen, nicht des Hundes und bedeutet bei jeder Zusammenkunft für den Hund Stress und ruft das artgerechte und natürliche Konkurrenzverhalten hervor.  Unter dem Aspekt der rassespezifischen Eigenschaften und Bedürfnisse eines jeden Hundes sollte man nun folgenden Passus aus dem Tierschutzgesetz aufmerksam lesen:

Zweiter Abschnitt Tierhaltung

§ 2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, ...
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.

 
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