Gebiß - Absolut-Hund alles unter einem Dach

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Gebiß

Wissenswertes
1 – 3  Schneidezähne (Inzisiven)
4        Fangzahn, Eck- oder Hakenzahn
5 – 8   Backenzähne (Prämolaren)
9 – 11 Mahlzähne (Molaren)

Das bleibende Gebiss der Hunde hat 42 Zähne. Es hat in jeder Kieferhälfte 3 Schneidezähne (Incisivi, I), einen Eck- oder Hakenzahn (Caninus, C) und 4 vordere Backenzähne (Prämolaren, P). Im Oberkiefer gibt es 2, im Unterkiefer 3 hintere Backenzähne (Molaren, M).
Jeweils einer der Backenzähne ist besonders kräftig und wird als Reißzahn (Dens sectorius) bezeichnet. Im Oberkiefer ist es der P4, im Unterkiefer der M1, also immer der drittletzte Zahn. Beide greifen wie eine Scherenzange ineinander und dienen zum Zerreißen von Fleischstücken.

Die Zahnstellung ist bei den einzelnen Hunderassen sehr variabel. Beim Normaltyp (also dem des Wolfes entsprechend, z. B. Deutscher Schäferhund) greifen die Schneidezähne des Unterkiefers unmittelbar hinter die des Oberkiefers - das so genannte Scherengebiß. Bei kurzköpfigen (brachyzephalen) Rassen, wie Deutscher Boxer und Pekinese, ist der Unterkiefer deutlich länger als der Oberkiefer (Mikrognathie), so dass die unteren Schneide- und Eckzähne deutlich vor denen der Oberen stehen (Vorbiss, Brachygnathia superior), welches als Hechtgebiß bezeichnet wird. Bei Rassen mit langem und schmalen Schädel (dolichozephal), wie Barsoi, Whippet, Collie und die Terrierarten, sind die Verhältnisse umgekehrt (Mikrogenie). Diese Rassen zeigen einen Hinter- oder Rückbiss (Brachygnathia inferior) - als Karpfengebiß bezeichnet.

Hunde werden zahnlos geboren. Die ersten Milchzähne erscheinen mit den Eckzähnen ab der 3. Lebenswoche. Mit etwa 6 Wochen ist das vollständige Milchgebiss mit 28 Zähnen ausgebildet. Die Milchzähne sind wesentlich kleiner und dünner als die Bleibenden und haben scharfe Spitzen sowie dünne, schwache Wurzeln. Der P1 und die hinteren Mahlzähne besitzen keine Milchzahnvorgänger. Der Zahnwechsel zum bleibenden Gebiss beginnt bereits ab dem dritten Lebensmonat bei den Schneidezähnen, etwa einen Monat später brechen P1 und M1 (die ja keinen Milchzahnvorläufer besitzen, also nicht wechseln) durch, ab dem fünften die Übrigen. Der Zahnwechsel ist im siebten Monat abgeschlossen.
 
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